Sonntag, 9. November 2014

Warum verzweifelt?

Warum verzweifelt?

Inspiriert von Musikvideo, Evrything You Never had / by Breach (We Had It All). Ft. Andreya Triana.

Einmal ist Lust, Tyrannei. Einmal ist Lust, Befreiung. Einmal ist Leidenschaft, Tyrannei. Einmal ist Leidenschat, Befreiung. Einmal ist Liebe, Tyrannei. Einmal ist liebe, Befreiung. Einmal ist Ablehnung, Tyrannei. Einmal ist Ablehnung, Befreiung. Einmal ist Vernunft, Tyrannei. Einmal ist Vernunft, Befreiung. Einmal ist Idealität, Tyrannei. Einmal ist Idealität, Befreiung.

Ich bin ganz verzweifelt! Warum verzweifelt?

Montag, 25. August 2014

"In meinem eigenen Wörterbuch", "Dann", "Warum sollte ich"

In meinem eigenen Wörterbuch

Seit ein paar Tagen beschäftigt mich das Wort „Mitmensch“ im Geiste. Das hat mich neugierig gemacht. Ich schaute in meinem eigenen Wörterbuch nach.
Da sah das Wort verblasst und verschrumpft aus. Dabei habe ich es einst großgeschrieben.
Ich entferne es und schreibe es dann in Normalgroße. Wie die Nachbarwörter Mitfühlen und Mitdenken. Sie leuchten noch in meinem Geiste.


Dann

Da, wo du glücklich bist, weiß du nicht, was das Glück ausmacht. Dann fängst du an, tausend Mal eine Definition für das Glück zu kreieren. Irgendwann gibst du erschöpft auf.
Es gibt auch tausend andere Dinge, jenseits von Glück und Unglück.


Warum sollt ich denn

Vielleicht sei ich nicht glücklich,
aber ich freue mich auf ein schönes Wetter
das Betrachten eines Gesichtes löst in mir Freude auf
ich finde das Fallen von Schneeflocken schön
Herbst begeistert mich

vielleicht sei ich nicht glücklich
warum sollte ich denn unbedingt glücklich sein!




Freitag, 25. Juli 2014

Aktuell, Teil einundzwanzig

Aktuell, Teil einundzwanzig

Wer bist du

Wer bist du
woher kommst du

mit mir
und doch ohne mich

du ermutigst mich
und du putzt mich herunter

ein Vertrauter

und ein Fremder.

Aktuell, Teil zwanzig

Aktuell, Teil zwanzig


Mein Ideal ist nicht ein Ideal

Da du im Spiel bist
damit du ein Wort zu sagen hast

da meine Mutter im Spiel ist
damit sie ein Wort zu sagen hat

da mein Vater im Spiel ist
damit er ein Wort zu sagen hat

da die Realität im Spiel ist
damit sie ein Wort zu sagen hat

mein Ideal ist nicht ein Ideal
da ich im Spiel bin

damit ich ein Wort zu sagen habe.

Sonntag, 4. Mai 2014

Aktuell, Teil neunzehn

Aktuell, Teil neunzehn
Letzte Aktualisierung Mai 2014


Frühling I

Heute war ein sonniger Tag. Wir haben noch ein paar Wochen vor uns, bevor der Frühling anfängt. Es ist noch kühl. Doch ein Hauch von Frühling ist schon heute da.
Ich habe eine andere Stimmung. Auf einer abgelegenen Nebenstrasse neben einem Haus sitzt eine Frau mit Rüchen zur Wand auf Einfriedungsmauer und sonnt mit geschlossenen Augen ihr Gesicht. Sie hat Jeanjacke und Jeanhose an. Alle Knöpfe an Jeanjacke sind bis zum Kragen zu.


Frühling II

Es sind die ersten sonnigen Tagen in diesem Jahr. Ich entschied mich, auf dem linken Gehweg die Strasse entlang laufen. So legte ich einen kürzeren Weg zurück. Auf der anderen Seite belegte der Sonnenschein den Gehweg.
Eine Kraft in mir drängte mich dazu, zu der anderen Seite zu wechseln. Ich leistete Widerstand. Dann merkte ich, dass es sinnlos ist, und gab nach und überquerte die Strasse.
So hätte ich wahrscheinlich in Sommer nicht gehandelt, obwohl hier in Deutschland auch in Sommer Sonnenschein wenig unangenehm sei.


Frühling III

Auf den Treppen zur U-Bahn Station bis auf dem Bahn-Gleis sind bunte winzigkleine Zierpapier hier und da zerstreut. In blau, rot, gelb, orange, weiß. Da draußen stehen erste Bäumen in Blüten. Und die Sonne scheint. wäre es in Winter, hätte ich mich vielleicht gestört gefühlt, so was in U-Bahnstation zu begegnen.
Auf dem Rückweg sah ich einen Vater mit seinen zwei Kindern auf Bahn warten. Die Tochter, vier oder fünfjährig, hatte ein gebasteltes Kreuz aus dünnen Holzzweigen in der Hand. Ihr Bruder, junger, hatte eine dicken kürzen krummen Holzzweig. Wäre in Winter, hätte ich vielleicht diesen Stück Holz nicht so schön gefunden.


Frühling IV

Vor mir, auf den vorderen Sitzplätzen sitzen zwei jungen Frauen gegenüber. Sie plaudern während der Fahrt miteinander. Die Frau, die mit Gesicht zu mir sitzt, trägt eine Sonnenbrille.

Neben mir, auf der anderen Sitzreihe sitzt eine Frau in mittleren Jahren. Sie hält einen Sehbehinderten Taststock in der Hand und trägt eine weich dunkle Brille. Eine schicke. Ich bekomme den Eindruck, sie habe Frühlingsgefühle. Unterwegs steigt eine andere Frau, ihre Freundin, in Bahn ein. Sie begrüßt sie und setzt sich ihr gegenüber. Sie trägt eine normale durchsichtige Brille.

Sonntag, 23. Februar 2014

Aktuell, Teil achtzehn

Aktuell, Teil achtzehn
Letzte Aktualisierung Februar 2014


Nun soll ich nicht viel denken!

Ich dachte, ich würde dein Einverständnis gewinnen. Dann wäre das Problem gelöst. Ich scheiterte daran. Etwas stimmte hier nicht.
Ich dachte, ich würde mein Einverständnis gewinnen. Dann wäre das Problem gelöst. Ich scheiterte daran. Etwas stimmte hier nicht.
Außer dir und mir war auch etwas anders im Spiel. Manche nennen es Gott, manche nennen es Liebe, manche nennen es Vernunft, manche nennen es Engel. Das Wort Engel gefällt mir. Ich weiß es nicht, ob es Engel gebe, oder nicht. Ich will es auch nicht wissen. Vielleicht deshalb gefallen mir Engel so sehr.
Ich dachte, ich würde ihr Einverständnis gewinnen. Dann wäre das Problem gelöst. Da rief mich ein Engel an und teilte mir mit, dass ihr Einverständnis nicht ausreiche. Ich sollte auch dein Einverständnis haben.
Nun soll ich nicht viel denken! Ich habe das Gefühl, ich hätte dein Einverständnis.


Federleicht

Alles war okay
sogar der Schmerz
sogar die Tränen

sie waren selbstverständlich,
federleicht

vielleicht sei ich nun nicht so begeistert
doch in meinen Texten fließt die Begeisterung

selbstverständlich,
federleicht.


Ich behaupte nicht

Ich behaupte nicht,
dass ich nicht leide

und ich verlange nicht nach einer Heilung
was auch die Frage sei
die Antwort ist das Leben

das leben ist meistens nicht vollkommen
in Blick eines andern wird es sein

das Leben ist eine Begegnung
Begegnungen

mit sich selbst
und mit anderen.


Doch die Erinnerung

Was hat mich verändert?
aus mir wurde eine andere Person

vielleicht lag es nicht in meiner Gewalt
ob es gelegen hätte, ob nicht
es hätte dich verändert

sie erweckten die Erinnerung in mir,
wer ich war
ab und an
als Freund, als Nachbar, als Autor, als Songschreiber

mal habe ich sie ignoriert
mal beweinte ich sie
mal wünschte ich, sie wäre falsch
wir haben auch falsche Erinnerungen

doch die Erinnerung.


Donnerstag, 19. Dezember 2013

Aktuell, Teil siebzehn

Aktuell, Teil siebzehn
Letzte Aktualisierung Dezember 2013

Bei einem Kaufhaus

Vergnügen ja
aber bitte nicht ein Vergnüger!

Spiel ja
aber bitte nicht ein Spieler!

Romantik ja
aber bitte nicht ein Romantiker!

Humanität ja
aber bitte nicht ein Humanist!

Moral ja
aber bitte nicht ein Moralist!

Ratio ja
aber bitte nicht ein Rationalist!

Melancholie ja
aber bitte nicht ein Melancholiker!

Liebe ja
aber bitte nicht ein Liebhaber!

Hass ja
aber bitte nicht ein Hasser!

was bestellst du denn da?
ein Ich
bei einem Kaufhaus in City.


Ich bin im glichen Masse verletzlich, wie du es bist

Ich bin im glichen Masse ein Iraner, wie ich ein Deutscher bin. Ich im glichen Masse ein Deutscher, wie ich ein Niederländer bin. Ich bin im glichen Masse ein Niederländer, wie ich ein Afrikaner bin. Ich bin im glichen Masse ein Afrikaner, wie ich ein Amerikaner bin. Ich bin im glichen Masse ein Amerikaner, wie ich ein Araber bin. Ich bin im glichen Masse ein Araber, wie ich ein Japaner bin. Ich bin im glichen Masse ein Japaner, wie ich ein Inder bin.
Ich sehe den glichen Mond, den auch du zu sehen hast. Ich sehe die glichen Sternen, die auch du zu sehen hast. Ich atme die geliche Luft, die auch du zu atmen hast.
Ich bin im glichen Masse verletzlich, wie du es bist. Ich bin im glichen Masse sehnsüchtig nach Freude, wie du es bist.
Einst teilten die Leute das Brot miteinander. Komm, wir teilen die Hoffnung miteinander!


Eine Antwort

Meine erste Utopie hatte ich, als ich ein jugendlicher war. Das war wie die erste Liebe. Rein und sanft. Sie hat meine Energie freigesetzt. Ich fühlte mich wie in siebten Himmel. Ein Gefühl von Befreiung.
Nun ist es 21. Jahrhundert. Und ich stehe mit beiden Fußen auf der Erde. Es ist gerade nicht der Trend, eine Utopie zu haben. Das kann ich verstehen. Meine Utopie hatte für mich Konsequenzen. Meine Befreiung endete in einer Sackgasse. Die Enttäuschungen waren entsprechend enorm. Sie saßen tief in jeden meinen Zellen. Ich war meinem inneren Chaos ausgeliefert und meinen inneren Dämonen.
Wer einmal geliebt hat, kann nicht ohne Konsequenzen von der Liebe lassen. Wer einmal eine Utopie hat, kann nicht ohne Konsequenzen ohne eine andere Utopie auskommen. Ich weiß, was Konsequenzen bedeuten. Ohne Freude, ist Liebe keine Liebe. In der Liebe erleben wir Freude inklusiv. Utopien ändern sich. Gegen eine verlorene Utopie hilft eine andere Utopie. Eine Utopie, die eine Antwort ist, auf dein Dasein, hier und jetzt. Meine erst Utopie war eine Antwort auf mein Dasein. Da und damals.


Ich habe dir die Sonne mitgebracht, sagte sie

Hoffnung war ein Luxus für mich
die Sonne war schon in meinem Land untergegangen

wir schauten uns an
eine Sonne wurde geboren

heute träumte ich, sie wäre bei mir
gelassen und sanft

ich fragt sie: was machst du hier?
ich habe dir die Sonne mitgebracht, sagte sie

und ging.


Je zweites Mal

Was tun?
die Frage ist nicht, was du tun solltest
die Frage ist, ob du richtig tust, was du gerade tust

gerade schreibe ich diesen Text
schreibe richtig!
trinke richtig Kaffee!
rauche richtig!
koche richtig!
kaufe richtig ein!
liebe richtig!
befreunde dich richtig!
leide richtig!
verlasse richtig!
engagiere dich richtig, falls du ein Aktivist bist!
streite richtig!
protestiere richtig!
lobe richtig!
bestrafe richtig!
entschuldige dich richtig!
und wenn der Tag verrinnen ist, schlaff richtig ein!
das geht aber je zweites Mal nicht richtig
alles geht je zweites Mal nicht richtig

sei je zweites Mal nachsichtig!
aber richtig!

















Mittwoch, 2. Oktober 2013


Aktuell, Teil sechzehn

Nächste Aktualisierung Januar 2014

 

 

Ein Ja

 

Warum habe ich eine Utopie nötig

weil ich ein Ego besitze

wie könnte ich es ansonsten besänftigen

Utopien sind ein Ja zum Leben

 

warum habe ich die Liebe nötig

weil ich über eine Seele verfüge

wie könnte ich sie ansonsten bändigen

Liebe ist ein Ja zu einem anderen

 

warum habe ich die Vernunft nötig

weil ich auch vernunftwidrig bin

wie könnte ich ansonsten mich verstehen können

Vernunft ist ein Ja zu mir selbst.

Montag, 1. Juli 2013

Aktuell, Teil fünfzehn


 

Aktuell, Teil fünfzehn

Nächste Aktualisierung Anfang Oktober 2013


 

Etwas Sklave zu sein finde ich gut!

 

Ich wollte verpflichtet sein. Ich war verpflichtet. Paradoxerweise  war ich frei. ich könnte meine Verpflichtungen nachkommen.

Und ich hatte keine Ahnung von diesem schwarzen Loch! Auf einmal war es da.

Inzwischen ist dieses Loch immer noch da. Aber nicht in Farbe Schwarz. Es hat die Farbe meines Fleisches.

Verpflichtungen hin, Verpflichtungen her. Ist die Freiheit nicht dich die Verpflichtungen zu unterordnen, die du für dich definiert hättest? Das ist nichts Neues. Das wissen die meisten, verborgen oder offenkundig. Mindestens seit Augustinus und später seit Rousseau. Die Frage ist, ob ich über meinen Schmerz Kontrolle hätte? Ich denke, ich habe sie. Wenn auch nicht immer. Ich soll ja auch nicht mich immer frei fühlen! Etwas Sklave zu sein finde ich gut! Sklaven waren meine Freunde.     

 
 

An diesem Gesicht

 

Was lässt Tiefe

an einem Gesicht

entstehen?

 

die Kombination ihrer Kleidungsteile

deuten auch darauf hin

 

die Schultertasche

und die Farbe der Stoffeinkaufstute

ergänzen es.

 

 

Ihr Gesicht

 

Diese Spur vom Leid

an ihrem Gesicht

 

sie hat es doch hinter sich!

sie hat es doch verdaut!

 

ihr Gesicht erzählt eine Geschichte.

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 3. April 2013

Alice Miller


Aktuell, Teil vierzehn

Nächste Aktualisierung Anfang Juli 2013

 

Inspiriert von Alice Miller

 

 

Schon längst

 

Er behandelte einen anderen als den letzten Dreck. Und dieser behandelte einen anderen als den letzten Dreck.

Irgendwann fiel das Los auf meinem Namen. Einer behandelte mich als den letzten Dreck. Alles von Kopf bis zum Fuß eine dreckige Geschichte! Ich mache nicht mit! Ich werde dich nicht als den letzten Dreck behandeln. Reicht diese Absicht aus? Nein!

Nachdem er mich als den letzten Dreck behandelte, fühlte mich echt als den letzten Dreck. Also, ich soll den Dreck vorher von mir wischen. Mit einem sauberen Handtuch. Ich habe welche zur Verfügung. Ich habe sie beim weinen nötig.

Haben die Tränen schon längst nicht den Dreck von meiner Seele gewischt?

Dienstag, 1. Januar 2013

Aktuell, Teil dreizehn


Aktuell, Teil dreizehn

Nächste Aktualisierung April 2013

 

 

 

Der Befreier lässt sich definieren

 

Ein Opfer

hast du auch einen Opfer in dir?

es ist keine Schande

aber es ist eine Schande, ihn zu verherrlichen

 

ein Henker

hast du auch einen Henker in dir?                                                                                                                                                                                                                                                                                                                    

es ist keine Schande

aber es ist eine Schande, ihm freie Hand zu lassen

 

ein Befreier

hast du auch einen Befreier in dir?

der Befreier lässt sich definieren

eben!

aber übertreibe es nicht!

 

wir sind ja nur ein Mitspieler

du und ich.

 

 

Mehr Bedeutung

 

Das Ego ist nicht moralisch. Ich bin auf etwas anderes angewiesen. Nenne es Ethik, Gewissen, die Gute, Liebe, Gott oder was anders. Ich bin bedroht, in Abgrund zu rutschen. Ich bin bedroht, zu verderben. ich war immer bedroht.

Und immer war ein anderer da. Du warst da. Bist du mit mir geboren? Verlässt du mich erst, wenn ich die Welt verlasse?

Das Ego soll auch nicht moralisch sein. Damit gewinnst du mehr Bedeutung in meinem Leben. Ich begrüße, dass es so ist. Sei willkommen!

Habe ich meinem Ego den Krieg erklärt? Nein! Ich habe ihm den Frieden angeboten. Echt! 

 

 

Was kannst du machen?

 

Was kannst du machen?

wenn du in deinem Leben tief verletzt seiest

 

du kannst das Leben groß schreiben

du kannst die Liebe groß schreiben

du kannst die Wahrheit groß schreiben

oder auch

 

oder auch

 

oder auch

auf deinen Untergang warten.

                                                                                                      

 

Vielleicht

 

Vielleicht könnte mein Vater besser sein, als er es war

vielleicht könnten meine Freunde besser sein, als sie es waren

vielleicht könnten meine Feinde besser sein, als sie es waren

 

vielleicht kannst du besser sein, als du es bist

vielleicht kann ich besser sein, als ich es bin

 

ich bin mal mutig

mal interessant

mal weine ich

mal lache ich

mit dir

oder ohne dich

 

und mal bin ich besser, als ich es bin.

 

 

Ich muss lachen!

 

Ich war ein Problem

warst du auch ein Problem?

 

ich muss lachen!

ich bin immer noch ein Problem

aber ich bin nun auch eine Lösung

 

damals warst du die Lösung

lach auch du!

 

 

Ist das ein Grund?

 

Wenn ich daran denke,

wie oft ich an einem Tag

das Böse spiele

oder spielen soll

 

den Freunden gegenüber

den Bekannten gegenüber

deren gegenüber, die ich vielleicht nicht so mag

den Fremden gegenüber

 

ist das ein Grund

für weniger Mut

für weniger Solidarität

für weniger Gerechtigkeit

für weniger Liebe?

 

vielleicht!

 

das weiß ich nicht

vielleicht auch mehr

 

oder beiden.

 

 

 

 

 

Dienstag, 25. September 2012

Aktuell, Teil zwölf


 

Aktuell, Teil zwölf

 

Nächste Aktualisierung Januar 2013

 

 

Der Wahrheit gegenüber

 

 

Es geht vielleicht in manchen Fällen darum, was das „Böse“ uns was das „Gute“ sei. Aber es geht in der Welt vielmehr darum, was für eine Vorstellung und Definition der eine oder der andere von Gutem und Richtigem habe.

Habe ich eine bessere und interessante Vorstellung von ihnen, habe ich eine bessere und interessante Definition von ihnen?

Es geht nicht darum. Es geht darum, ob ich zu meinen Werten stehe, oder nicht. Die Frontlinie liegt in mir. Und die Frontlinie liegt außerhalb von mir.

Ich habe nicht den Mut, nicht ich selbst zu sein. Ist dies eine Tugend, oder Feigheit? Ich weiß es nicht. So, oder so. Immerhin habe ich den Mut, ich selbst zu sein. Das soll wohl eine Tugend sein! Oh, Verzeihung! Vielleicht. Ich bin von meinen Vorstellungen ausgegangen.

Der Wahrheit steht nicht die Unwahrheit gegenüber. Der steht eine andere Wahrheit gegenüber. Die Wahrheit ist, was ich davon halte. Die Wahrheit ist, was du davon hältst. Und die Wahrheit ist, was sie wirklich ist. Das werden wir glücklicherweise, oder unglücklicherweise nie erfahren. Ansonsten wäre das Ende. Ende von mir. Ende von dir. Ende von uns.

 

 

 

Ohne Phantasie fehlt der Wirklichkeit etwas.

Jean-Paul Sartre (Frei zitiert)

 

 

Ein Engel über der Stadt

 

Es gibt etwas

wenn es da ist, stimmt alles irgendwie

und wenn es nicht da ist, stimmt alles irgendwie nicht

 

ob du im Moment fröhlich bist, ob traurig

ob du im Moment Glück empfindest, ob Schmerz

 

ob du so bist, ob anderes bist

 

nenne es, wie du es möchtest

ich nenne es Engel

ein Engel über der Stadt,

der mich ansieht

der war da und der ist da

die Frage ist, ob ich einen Zugang zu ihm habe.

 

 

So sehr

 

Ende gut, alles gut

 

das Ende ist doch nicht gut

ja! etwas gutes ist schon dabei

alles war auch doch nicht gut

ja! etwas gutes war schon dabei

 

und ich mag Geschichten mit Happyend

so sehr, so sehr, so sehr, so sehr.

 

 

 

 

Sonntag, 1. Juli 2012

Aktuell;Teil elf


Aktuell, Teil elf


nächste Aktualisierung Oktober 2012


(Inspiriert von Wolf Biermann)



Die Hälfte  der Welt



Die Hälfte der Welt gehört mir

ich bin nicht ein König

ich besitze nicht mal eine Eigentumswohnung

ich zahle Miete

ich meine was anderes

die Hälfte der Welt gehört meinen Freunden

meinen Verbündeten

das ist nicht wenig



die Hälfte dieser Strasse

die Hälfte dieses Stadtteils

die Hälfte dieser Stadt

die Hälfte dieses Landes

die Hälfte dieses Kontinents

die Hälfte der Welt



auch die des Himmels?

ja!

alles, was da unten gibt, gibt es auch irgendwie da oben



und mein ganzes Herz gehört dir,

wenn du da bist

ich hätte beinahe gesagt: die Hälfte!



ich weiß, wie ich mich bei dir verhalte

aber wie ich mich in einer Welt verhalte, die nur zur Hälfte mir gehört?

ein beeindruckendes Rätsel.








Mittwoch, 4. April 2012

Kritik, Teil zwei

Kritik, Teil zwei
Nächste Aktualisierung Anfang Juli 2012


Seit Jahren sind mir die Gedichte von Mohammad Ahmadijan bekannt. Es sind einfache Gedichte, doch vielsagend und bedeutsam.
Es gibt viele Szenen des alltäglichen Lebens, die wir entweder nicht sehen oder wir sehen sie, ohne dass irgendein Gefühl in uns erwecken. Mit Straßenbahn fahren, Kaffeetrinken, Rauchen, ein Spaziergang im Park oder durch die Fußgängerzone, Einkaufen gehen und ... gehören zum Ritual und sie haben keinen Sinn mehr für uns. Der Dichter, Ahmadijan, hat die Fähigkeit diese Rituale anders zu beobachten und zu spüren. Er zieht ihre verborgenen Sinne heraus und macht aus ihnen eine feine Lyrik. Die Gedichte liegen uns so nah, dass man sich beim lesen fragt: Die Themen und Objekte sind mir doch bekannt und warum kann ich trotzdem nicht wie er dichten?
Die Wörter, die er für Darstellungen seines Empfindens benutzt sind alle einfach, vertraut und nett. Die Leser täuschen sich deshalb, dass jeder dichten könne oder das Dichten gar nicht schwierig sei.
Ich sehe nach dem Lesen seiner Gedichte meine Umgebung anders als bisher. Alles ist ein Sujet oder ein Thema zum Dichten. Ich versuche dann die einfachen täglichen Gebräuche aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Das alles aber als Lyrik zu äußern fordert eine aussagekräftige Form, die der Lyriker im Laufe der Jahre als einen Stil für seine Arbeit gefunden hat. Man sieht zwar viele sich wiederholende Strophen, die erst langweilig scheinen, aber er überrascht uns auf einmal mit einer schönen Strophe, die uns revitalisiert. Obwohl er in seinen Gedichten viele Bitternisse veranschaulicht, sind die Wörter nicht bitter, noch quellend, noch stechend. Ich spüre in einigen seiner Gedichte eine tiefe beruhigende Stille und vor allem eine Philosophie des Lebens in leichten einfachen Wörtern.

Zohreh Rahmanian

Aktuell, Teil zehn

Aktuell, Teil zehn

Wenn die Liebe da seiWenn die Liebe da sei
ist es nicht nötig, dass du keine Schwäche hast
ist es nicht nötig, dass du keinen Makel hast
ist es nicht nötig, dass wir nicht streiten
ist es nicht nötig, dass jede Ecke des Hauses gemäß meinem Wunsch sei
ist es nicht nötig, dass jeder Tag ein sonniger Tag sei
ist es nicht nötig, dass es kein Ärger gebe
ist es nicht nötig, dass es keine Hindernisse gebe
ist es nicht nötig, dass das Böse nicht existiere
ist es nicht nötig, dass ich keinen schwierigen Nachbar habe
ist es nicht nötig, dass alles auf der Welt mich anspreche
ist es nicht nötig, dass die Geschichte nicht grausam sei

wenn die Liebe da sei
ist es nicht nötig, dass ich nicht traurig sei
ist es nicht nötig, dass ich nicht leide

wenn die Liebe da sei
bin ich gut.


Engel

Heut war ich bei einer Freundin eingeladen. Unterwegs zu ihr begegnete ich in Bahn einer Frau. Sie war vor mir eingestiegen. Später stieg sie aus. Ich fuhr weiter.
Als ich auf dem Weg nach Hause war, begegnete ich derselben Frau in Bahn. Anscheinend war auch sie auf dem Weg nach Hause.
Mir passiert hin und wieder, dass eine Frau oder ein Mann mich in dieser Weise begleiten. Und sie sehen meistens sympathisch aus.
Wie stehest mit der Wahrscheinlichkeit, dass jemand zu gleicher Zeit mit dir in Bahn sei, dass er oder sie seine oder ihre Angelegenheiten mit den exakt gleichen Zeitabstand erledigen, wie du, und dass er oder sie zu gleichem Zeitpunkt mit dir in selber Bahn nach hause fahren?
Die Wahrscheinlichkeit, dass es Engels gebe, sei nicht noch geringer!
Auch Engel begleiten mich.


Zwei Freundinnen

Zwei Freundinnen
am Seeufer
schwarze Hosen
schwarze Blusen
die Haare nach hinten gebunden
die Füße im Wasser
hinter ihnen zwei Fahrräder
zwei paar Turnschuhe
schwarz
gleich

eine Asiatin
eine Deutschin

die Socken neben den Schuhen habe ich vergessen
sie waren nicht gleich.


Und wie!

Die Frau und der Mann im Nachbarhaus. Sie verlassen gemeinsam das Haus. Sie gehen gemeinsam einkaufen. Sie gehen gemeinsam joggen. Sie kommen gemeinsam nach Hause. Fast sehe ich sie zusammen.
Sie stammen aus Asien. Aus welchem Land, weiß ich nicht genau. Ich kann schwer Japaner und Chinesen und Koreaner voneinander unterscheiden. Wie die Deutschen uns Iraner und Afghanen nicht leicht von einander unterscheiden. Aber es ist nicht relevant, sie kommen aus Asien.
Wenn du sie nebeneinander stehen siehst, könntest du denken, sie hätten miteinander nicht zu tun. Aber sie haben miteinander zu tun. Und wie!


Ein Tag danach

Es gibt soviel Sorten von Jogurt
man weiß nicht, welche er nehmen soll

es gibt soviel Sorten von Käse
man weiß nicht, welche er nehmen soll

es gibt soviel Sorten von Zahnpasta
man weiß nicht, welche er verbrauchen soll

es gibt soviel schicke Schuhen
man weiß nicht, welche er kaufen soll

es gibt soviel schicke Taschen
man weiß nicht, welche er kaufen soll

es gibt soviel interessante Musik
man weiß nicht, welche er hören soll

es gibt soviel interessante Bücher
man weiß nicht, welche er lesen soll

es gibt soviel interessante Frauen
man weiß nicht, welche er lieben soll

ein nach dem anderen
abgesehen von der Frau
eine Frau, die interessant sei, ist ein Tag danach noch interessanter.

Sonntag, 1. Januar 2012

Gedichte, Teil fünf

Gedichte, Teil fünf

Nächste Aktualisierung Anfang April 2012


Normalerweise

Er saß einsam da
er lud mich zum Kaffee ein
ich hatte noch nicht gegessen
ich sagte
ich trinke keinen Kaffee vor dem Essen
es war auch wahr
ich trinke vor dem Essen normalerweise keinen Kaffee

er lud meinen Freund zum Kaffee ein
er hatte schon gegessen
er sagte
er trinke keinen Kaffee nach dem Essen
es war auch wahr
er trinkt nach dem Essen normalerweise keinen Kaffee

er war auch normalerweise einsam.


Ein Fisch

Ich war ein Fisch
und schwamm in einem Teich
der Teich starb
ich starb mit
und verwandelte mich in einen Vogel
und wanderte zu einem See
da verwandelte ich mich wieder in einen Fisch
und schwamm weiter

ich war ein Fisch
und schwamm in einem See
der See starb
ich starb mit
und verwandelte mich in einen Vogel
und wanderte zu einem Meer
da verwandelte ich mich wieder in einen Fisch
und schwamm weiter

ich bin ein Fisch
ich schwimme in einem Teich
und ich schwimme in einem Meer.


Kartoffelchips

Wir trafen uns einmal
sprachen uns aber nicht an

seitdem träume ich von ihr
auch im Traum sprechen wir uns nicht an

neulich saß ich in der Bahn
und aß Kartoffelnchips
ich träumte sie säße vor mir
ich bot ihr einen Kartoffelnchips an
sie lächelte mir zu

das hätte ich schon früher tun sollen!


Hallo!

Hallo!
Hallo!

ein Kuss
ein Kuss

ein halber Kuss
ein halber Kuss

ein viertel Kuss
ein viertel Kuss

ein achtel Kuss
ein achtel Kuss

ein Abschiedkuss
ein Abschiedkuss

Tschüß!
Tschüß!


Die Mehrheit des Volkes

Wenn die Mehrheit des Volkes
einen Diktator duldet
ich dulde auch ihn

wenn die Mehrheit des Volkes
sich für Reformen einsetzt
ich setze auch mich dafür ein

wenn die Mehrheit des Volkes
sich für eine Revolution einsetzt
ich setze auch mich dafür ein

man könnte meinen, ich sei ein Opportunist
der bin ich nicht
wenn die Mehrheit des Volkes
sich aus Opportunität für etwas einsetzt
ich setze mich dagegen.


Das erste Gedicht

Wir begegneten uns
sie nahm die Zigarettenschachtel
aus meiner Hemdtasche
und zündete eine an

es fing leicht an
ich schrieb ein Gedicht darüber

ich erinnere schwer
an mein erstes Gedicht
an sie auch

und ich rauche noch
und schreibe Gedichte.


In Klammern

klammer auf
eine Liebe

ich vergaß die Klammer zuzuschließen
eine andere Liebe
eine andere Liebe
eine andere Liebe

ich schließe die Klammern zu
es bleibt nur eine Liebe

Klammer zu.


Ein leerer Platz von jemandem

Ich schrieb für sie
sie ging
ich schrieb für mich
um den leereren Platz von ihr zu füllen

den ist nicht zu füllen
ich schreibe für eine andere
eine andere hat auch einen leeren Platz von jemandem in sich

auch sie hatte einen leeren Platz von jemandem in sich
ich schreibe auch für sie


Mir war peinlich

Mir war peinlich, meinen Geburtstag zu feiern
ich bat meine Mutter, mich wieder zu gebären
aber dieses Mal ohne Beteiligung meinen Vaters
sie gebar mich

nun feiere ich meinen Geburtstag
ich lade auch meinen Vater zur Geburtstagparty ein.

Samstag, 1. Oktober 2011

Aktuell, Teil neun

Aktuell, Teil neun

Nächste Veröffentlichung Anfang Januar 2012


Ich wünsche ihr

Ich habe sie einpaar mal getroffen. Heute entdeckte ich die Prinzessin an ihr. Ich habe keine direkte Erfahrungen mit realen Prinzessinnen. Ich weiß nicht, ob das uns gelieferte historische Bild von einer Prinzessin mit der Realität übereinstimmt, oder nicht. Mir ist das Bild relevant, das wir von einer Prinzessin haben.
Wir haben auch ein Bild von Engeln und Monstern. Ob diese Bilder real sind, oder nicht, ist mir nicht relevant. Allein das Bild interessiert mich, das wir von ihnen haben. Das, was ich mir als Engel und als Monster an Menschen vorstelle, mag ich.
Also, sie bestätigt das bild, das ich von einer Prinzessin habe. Ich wünsche ihr, dass sie eine Prinzessin bleibe.


Hilfe!

Hilfe! eine Wespe hat mich gestochen
es war nicht doch Wespe
es war homo sapiens.


Ich weiß, sie zu schätzen

Ich trage zwei Drachen an mir
meine Würde und meine Unschuld

ich soll mich in Acht nehmen
und ich soll sie in Acht nehmen

ich weiß, sie zu schätzen
sie sind die Wächter der Kultur an mir

mein ich.


Dieses Gesicht

Ich empfand es schlicht
ich empfand es angenehm
ich empfand es schön
ich empfand es interessant
ich empfand es elegant

dieses Gesicht.


Diese Frau

Diese Einfachheit in ihrem Benehmen
diese Melancholie in ihren Augen
dieses Glück in ihrer Seele
diese Schönheit in ihrer Welt
diese Demut in ihrem Wesen

diese Frau.


Sie ist in Fernsehen

Sie ist in Fernsehen
ich mag sie, wie sie sich verhält
ob auch sie mich mag?
ja!

wie sie sich verhält, mag sie die Zuschauer.


Sei mein Freund

Sei mein Freund
und sei ein starker Streiter
für mich

dann werde ich alle meine Sorgen vergesse
und tanze
begeistert.

Freitag, 1. Juli 2011

Tahere Asghary

Kritik

Die Gedichte von Mohammad Ahmadijan sprechen mich an. Das hat Gründe. Zum einen schreibt er in einer schlichten Sprache, die mich als seine Leserin oft überrascht. Man steht staunend vor dieser Einfachheit. Die Art der Darstellung erinnert mich an naive Malerei. Aber hinter dieser Einfachheit steht eine tiefgründige Haltung. Der Dichter setzt sich mit existentiellen Fragen auseinander.
Diese Einfachheit hat auch zur Folge, dass eine gewisse Unschuld sich in der Sprache der Texte widerspiegelt. Diese Unschuld ist dabei nicht in religiösem Kontext zu verstehen. Vielmehr meine ich die Einheit der Aussage mit ihrer Form, durch die sich mir unmittelbar etwas Ursprüngliches und Unberührtes mitteilt.
Zum anderen reflektiert M. Ahmadijan aufgrund seines Exillebens vielschichtig. Westliche philosophische, psychologische und Kunst - Aspekte, seine Erfahrungen als Individuum im Kontext von kultureller Vielfalt fließen außerdem in die Texten mit hinein. Von daher ist es lesenswert, wie er sich durch seine Gedichte positioniert und neue Fragen aufwirft.

Tahere Asghary

Aktuell, Teil acht

Aktuell, Teil acht

Nächste Veröffentlichung Anfang Oktober 2011

Wahn

Wahn ist mein Freund
mit Wahn ist mein Leben mein Leben,
wenn der Schmerz stärker sei als ich

falls der Schmerz nicht stärker sei,
schaffe ich es alleine
es macht mir keine mühe.


Der Luftballon

Sie ging

ich träumte, sie gehe vor mir
einen Luftballon in der hand
ich näherte mich ihr und nahm ihr den Luftballon ab
sie ging weiter und verschwand in die Ferne

ich blieb da
ein Luftballon in der Hand.


Was die Vernunft mir vorenthält

Die Vernunft versagt, mich zu legitimieren
was die Vernunft mir vorenthält, gönnt mir die Liebe

die Vernunft meckert
die Liebe sagt:
es war schwer und lieb.


Ich bin gerne böse

Ich bin gerne böse
böse Absichten zaubern
ab und zu eine böse Absicht
damit der Böse sich hinter den guten Absichten nicht versteckt

es ist mir peinlich, wenn ich eine gute Absicht habe
und sie komme bei einem anderen nicht gut an.


Sie

Sie hat ein paar Bierflaschen in der Hand
und fährt mit U-Bahn
sie ist noch jung und redet liebevoll
mir ist es peinlich, dass sie liebevoll zu Fahrgästen spricht
Alkohol hat sie reichlich zerstört

ich bin nicht mehr jung
und bin süchtig nach Liebe
Liebe hat mich reichlich zerstört

wovor hat sie Zuflucht in Alkohol gefunden?
wovor habe ich Zuflucht in Liebe gefunden?


Heute war ein Tag

Auf dem Weg zum Gymnastiktraining begegnete ich dem Herbst in vollen Zügen. In einem Park in der Nähe. Warme Farben und melancholisch.
Bei dem Training war eine interessante Frau in der Gruppe.

Zuhause habe ich Bekanntschaften in meinem Leben durchgegangen. Jede Bekanntschaft war ein Schicksal. Jede Bekanntschaft fing damit an, dass ich einen anderen interessant fand. Nicht immer war mein erster Eindruck treffend. Nicht immer meinte das Schicksal mit mir gut.
Nun erlebe ich den Herbst meines Lebens. In vollen Zügen, mit warmen Farben und melancholisch, wie der Herbst im Park.
Heute war ein Tag. Ein Herbsttag.

Bilder, Teil zwei